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Bernd SchattnerMenü

Schriftliche Frage

Schwierigkeiten bei der Visavergabe an chinesische und indische Geschäftsreisende

Eingereicht
1. November 2024
Drucksache
20/13565
Eingebracht von
Bernd Schattner, MdB
Wahlperiode
20.

Eine Schriftliche oder Mündliche Frage stellt immer eine einzelne Abgeordnete oder ein einzelner Abgeordneter.

Die Frage

Hat die Bundesregierung Kenntnis darüber, welche Schwierigkeiten es aktuell mit der Visavergabe an chinesische und indische Geschäftsreisende nach Deutschland gibt, und wenn ja, welche Lösungsansätze hat die Bundesregierung für dieses Problem (www.handelsblatt.com/politik/deutschland/aussenhandel-stockende-visavergab e-belastet-deutsche-unternehmen-in-china-und-in dien/29159222.html)?

Die Antwort der Bundesregierung

Der Bundesregierung ist die in der Fragestellung genannte Berichterstattung bekannt. Seit dem Erscheinen des zitierten Artikels im Mai 2023 hat das Auswärtige Amt Maßnahmen ergriffen, die die Situation jedoch deutlich verbessert haben: An den Visastellen in Indien sind Termine für dringende Geschäftsreisen oder Messeteilnehmer seit April 2024 innerhalb von wenigen Tagen verfügbar. Die Terminwartezeiten an den Visastellen in China wurden ebenfalls verkürzt und werden sich weiter verkürzen: In zehn von 13 Annahmezentren liegen sie derzeit bei unter zwei Wochen. Die Bundesregierung setzt sich fortlaufend dafür ein, die Terminvergabe für Antragstellende zu optimieren. Mit dem Aktionsplan Visabeschleunigung werden Ressourcen und Strukturen angepasst, damit das Visumverfahren den Anforderungen eines modernen und attraktiven Einwanderungslandes entspricht. Ein zentrales Element des Aktionsplans ist die Digitalisierung des Visumverfahrens. In den relevantesten Kategorien können nationale Visa bereits heute an 88 Visastellen online beantragt werden, bis Jahresende sollen die restlichen Auslandsvertretungen folgen. Von den dadurch freigesetzten Kapazitäten wird mittelbar auch die Bearbeitung der Schengenvisa profitieren. Als weitere Maßnahmen sollen das Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten noch stärker eingebunden und die Zusammenarbeit mit den am Visumverfahren beteiligten Innenbehörden weiter optimiert werden.

Original beim Deutschen BundestagZurück ins Archiv