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Bernd SchattnerMenü

Schriftliche Frage

Finanzieller Schaden durch den Japankäfer in Deutschland

Eingereicht
15. August 2025
Drucksache
21/1234
Eingebracht von
Bernd Schattner, MdB
Wahlperiode
21.

Eine Schriftliche oder Mündliche Frage stellt immer eine einzelne Abgeordnete oder ein einzelner Abgeordneter.

Die Frage

Hat die Bundesregierung Kenntnis darüber, wie hoch der finanzielle Schaden durch den Japankäfer in Deutschland bisher ist, und wenn ja, welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung gegen die Ausbreitung des Schädlings (www.focus.de/wissen/natur/japankaefer-breitet-sich-aus-jetzt-zieh t-erste-deutsche-grossstadt-die-konsequenzen_29 9862b2-9a23-4a5d-95a1-cf90c129ef37.html)?

Die Antwort der Bundesregierung

Der Japankäfer (Popillia japonica) ist ein Insekt mit hohem Schadpotenzial und wird als prioritärer Schadorganismus in verschiedenen Durchführungsverordnungen der Europäischen Union (EU) geführt. Prioritäre Schadorganismen sind Unionsquarantäneschadorganismen mit besonders hohem Schadpotenzial, die in der EU noch nicht auftreten oder nicht weit verbreitet sind und amtlichen Überwachungsmaßnahmen unterliegen. In Deutschland ist der Käfer in diesem Jahr in verschiedenen Bundesländern in Monitoringfallen (Einzelfunden) aufgetreten. Nur in der Region Freiburg gibt es bislang ein bestätigtes Befallsgebiet (mehrere männliche und weibliche Käfer unabhängig von Monitoringfallen) in Deutschland. Gemäß der Verordnung (EU) 2016/2031 sind die Mitgliedstaaten bei Befall durch den Japankäfer verpflichtet, diesen unter amtlicher Überwachung auszurotten. Gemäß der Kompetenzverteilung des Bundes und der Länder ist das jeweilige Bundesland für die Durchführung pflanzengesundheitlicher Maßnahmen zuständig. Dieser Pflicht kommt das Land Baden-Württemberg derzeit nach und unternimmt alle Maßnahmen, die gemäß offiziellem Notfallplan des Julius Kühn-Instituts (JKI) zur Bekämpfung von Popillia japonica in Deutschland zu ergreifen sind, um die Käfer auszurotten. Eine Allgemeinverfügung zur Bekämpfung des Japankäfers wurde am 31. Juli 2025 vom Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald bekanntgegeben. Die Bundesregierung informiert die breite Öffentlichkeit zudem mit verschiedenen Maßnahmen über den Japankäfer. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger sowie den Gartenbau, Baumschulen und andere zu sensibilisieren und zu informieren, damit sie den Japankäfer als solchen erkennen und melden können. Der Bundesregierung ist nicht bekannt, dass in Deutschland ein finanzieller Schaden durch den Japankäfer entstanden ist.

Original beim Deutschen BundestagZurück ins Archiv