Schriftliche Frage
Abschluss weiterer Freihandelsabkommen
- Eingereicht
- 6. März 2026
- Drucksache
- 21/4573
- Eingebracht von
- Bernd Schattner, MdB
- Wahlperiode
- 21.
Eine Schriftliche oder Mündliche Frage stellt immer eine einzelne Abgeordnete oder ein einzelner Abgeordneter.
Die Frage
Die Antwort der Bundesregierung
Bilaterale Freihandelsabkommen der EU schaffen für die europäische Wirtschaft und die exportorientierte deutsche Wirtschaft verbesserten Marktzugang für Waren, Dienstleistungen und Investitionen, sorgen für verlässliche Rahmenbedingungen und so für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung. Zugleich schaffen Freihandelsabkommen den Zugang zu Waren und Dienstleistungen aus Drittstaaten, die in der EU zum Teil nicht verfügbar sind. Insgesamt leisten Freihandelsabkommen einen wichtigen Beitrag zur Diversifizierung und Verbesserung der Resilienz der europäischen Wirtschaft. Die Bundesregierung setzt sich vor diesem Hintergrund für den Abschluss der laufenden Verhandlungen mit Malaysia, den Philippinen und Thailand ein. Zudem unterstützt die Bundesregierung zügige Fortschritte in den Verhandlungen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. Mit Australien hat die Europäische Kommission bereits Verhandlungen über ein bilaterales Freihandelsabkommen weit vorangetrieben und plant, noch in diesem Jahr Verhandlungen hierüber abzuschließen. Auch diese Verhandlungen werden von der Bundesregierung unterstützt. Nachteile durch die Abkommen sind aus Sicht der Bundesregierung nicht zu befürchten, insbesondere wird in sensiblen Sektoren, wie z. B. für einige Agrarprodukte, in der Regel nur eine begrenzte oder gar keine Liberalisierung vorgesehen. Des Weiteren sind in den Abkommen in der Regel Schutzklauseln verankert, die greifen, wenn ein plötzlicher, unvorhergesehener und starker Anstieg von Importen zu einer „schwerwiegenden Schädigung“ oder deren Androhung für einen bestimmten Wirtschaftszweig der EU führt. Die Klauseln ermöglichen die temporäre Rücknahme von Zollvergünstigungen oder anderen Präferenzregelungen, um heimische Produzenten zu schützen.
Original beim Deutschen BundestagZurück ins ArchivAus demselben Feld
- 06.08.2026Bundeseinheitliche Mindeststandards für die Aufrechterhaltung der Mobilfunkversorgung und digitalen Krisenkommunikation bei langandauernden Stromausfällen
- 22.07.2026Deutschland als Investitionsstandort: Rolle, Auftrag und Ziele des Investitionsbeauftragten der Bundesregierung und der Germany Trade and Invest - Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH
- 17.07.2026Mögliche Auswirkungen von EU-Sanktionen gegen Russland bei Importen von Alaska-Seelachs auf die deutsche Wirtschaft und Verbraucherpreise
- 10.07.2026Maßnahmen gegen den Verlust von Industriearbeitsplätzen in Deutschland