Rede im Bundestag
Abwanderung der deutschen Industrie ins Ausland
13. November 2025 · 15:44 Uhr · 40. Sitzung · TOP 36 · 00:04:17
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Was gesagt wurde
Wortlaut aus der Untertiteldatei des Deutschen Bundestages. Automatisch erstellt – kleinere Abweichungen vom gesprochenen Wort sind möglich. Verbindlich ist das Plenarprotokoll.
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Deutschland war einmal das Land der Erfinder, der Ingenieure, der Tüftler
und der fleißigen Arbeiter – ein Industriestandort von Weltrang.
Heute erleben wir den größten wirtschaftlichen Niedergang seit
Jahrzehnten – verursacht durch eine Regierung, die Klimaideologie über
Vernunft stellt. Schauen wir uns die nackten Zahlen
an: ZF streicht 14 000 Stellen und zieht nach Ungarn und in die USA,
Bosch 13 000 – ebenfalls Ungarn und Thailand –, thyssenkrupp 11 000 – ab
nach China, Portugal, Polen und in die USA –; VW über 10 000 – nach
China und Mexiko –, Audi 7 500 – nach Mexiko und in die USA –, BASF
Ludwigshafen rund 2 500 – nach China und der Abbau geht weiter –, Ford
2 100 – nach Spanien und in die USA.
Wenn wir Deutsche Bahn, Post und Lufthansa als Staatsunternehmen
dazurechnen, sprechen wir von über 105 000 verlorenen Arbeitsplätzen
innerhalb kürzester Zeit. Ich persönlich würde auch gern darüber sprechen, welche großen
Firmen nach Deutschland gekommen sind und Arbeitsplätze schaffen.
Aber da ist nichts! Das sind offensichtlich die Erfolge
Ihres groß angekündigten Herbstes der Reformen.
Eine einzige Luftnummer genau wie Ihre gesamte Wirtschaftspolitik!
Und das ist kein Zufall, das ist das direkte Ergebnis einer Politik, die
unsere Industrie mit offenen Augen an die Wand fährt!
Deutschland steckt bereits im dritten Jahr in Folge in der Rezession.
Während Deutschland auf billiges russisches Gas verzichtet und
funktionierende Kernkraftwerke stilllegt und Türme sprengt, reiben
sich andere die Hände. Die USA unter Donald Trump setzen auf
Deregulierung, niedrige Energiepreise und Wirtschaftswachstum.
Und Deutschland? Wir verlieren Arbeitsplätze, unseren
Wohlstand, unsere Zukunft. Aber anstatt endlich gegenzusteuern, verteilt die Bundesregierung immer
noch fast 34 Milliarden Euro für Entwicklungshilfe: 1 Milliarde Euro
für klimafreundliche urbane Mobilität in Indien, über 100 Millionen Euro
für Busprojekte in Lateinamerika und Millionen für
Stromnetze in Bangladesch. Das ist grotesk, wenn zeitgleich bei
uns Krankenhäuser schließen und Handwerksbetriebe ums
Überleben kämpfen. Deutsches Steuergeld gehört in
Deutschland investiert und eben nicht in der ganzen Welt.
Und dann wundert man sich über den Abwanderungsrekord
deutscher Fachkräfte. Jedes Jahr verlassen mittlerweile
rund eine Viertelmillion Menschen unser Land: gut ausgebildete,
fleißige Fachkräfte, die anderswo willkommen sind.
Deutschland gehört laut OECD mittlerweile zu den wichtigsten
Herkunftsländern hochqualifizierter Auswanderer.
Es gehen Ärzte, Ingenieure, Krankenpfleger, Rettungsassistenten,
Bäckereiangestellte – Menschen, die wir im eigenen Land verzweifelt
brauchen würden. Und selbst ausländische Fachkräfte,
die einst Hoffnung in Deutschland sahen, denken inzwischen über den
Wegzug nach. Und das, was aktuell über die Grenzen
kommt, wird uns dann als Fachkräftezuwanderung verkauft.
Wir von der AfD sagen ganz klar: Erst holen wir unsere Leute zurück, und
dann holen wir uns unser Land zurück!
Wir schaffen Bedingungen, unter denen Arbeit sich lohnt, Leistung anerkannt
wird und die Menschen im Heimatland bleiben, statt zu fliehen!
Denn kein Land kann überleben, wenn es seine Fachkräfte verliert, seine
Unternehmen vertreibt und seine Energie verteuert.
Die USA haben 94 Reaktoren, China 58, Ungarn 4.
Alle produzieren günstigen Strom. Deutschland zerstört
sich hingegen selbst. Darum sagen wir von der AfD: Schluss
mit dieser Deindustrialisierung! Rückkehr zu bezahlbarer Energie –
Kernkraft und Gas statt Illusionen! Bürokratieabbau mit der Kettensäge
statt mit der Laubsäge von Merz! Und Schluss mit der Geldverschwendung
im Ausland! Wir brauchen Investitionen in Deutschland, nicht in Indien oder Bangladesch.
Meine Damen und Herren, Deutschland darf kein Industriemuseum werden.
Es ist höchste Zeit, dass wieder Vernunft regiert – mit der AfD als
Stimme der arbeitenden Mitte dieses Landes. Für unsere Kinder, für unsere Enkelkinder, für Deutschland!
Vielen Dank.
Das Wort hat nun für die CDU/CSU-Fraktion der Abgeordnete
In der Mediathek des BundestagesAlle Reden