Rede im Bundestag
Aktuelle Stunde: Landwirtschaft und Handwerk, Gastronomie und Transportgewerbe in Gefahr
17. Januar 2024 · 15:36 Uhr · 146. Sitzung · TOP ZP 1 · 00:05:04
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Was gesagt wurde
Wortlaut aus der Untertiteldatei des Deutschen Bundestages. Automatisch erstellt – kleinere Abweichungen vom gesprochenen Wort sind möglich. Verbindlich ist das Plenarprotokoll.
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren!
Der Frust der Bauern ist der Frust des ganzen Landes.
Landwirte, Handwerker und Unternehmer sind seit dem 18.
Dezember 2023 in ganz Deutschland auf der Straße, um für ihr Überleben als deutscher
Mittelstand zu kämpfen. Ganz aktuell nahmen an der zweiten Großdemonstration am Brandenburger
Tor laut Veranstalterangaben bis zu 30 000 Menschen und mehr als 3 000
Fahrzeuge teil. Ebenfalls unterstützen große Teile der Bürger unseres
Landes diese Proteste. Und wer unterstützt aktuell diese Bundesregierung?
So gut wie niemand mehr. Lediglich 17 Prozent in Deutschland sind noch mit der
Arbeit dieser Ampel zufrieden.
Kein Wunder, wo diese doch noch nie Politik für das
deutsche Volk gemacht hat! Die Wut des Volkes ist damit zu begründen, dass die Bundesregierung
das Geld lieber für alles und jeden ausgibt, nur nicht für jene 17
Millionen Menschen in Deutschland, die den Rest der Republik mit ihrer
Hände Arbeit schultern. Schauen wir uns das Fiasko der Ampel doch mal genauer an. Der
Agrardiesel wird ab dem Jahr 2026 voll besteuert.
Damit werden unseren Landwirten jährlich 440 Millionen Euro aus dem
ländlichen Raum entzogen. Ein Blick zu unseren Nachbarn lohnt sich: In Belgien und Luxemburg fahren die Landwirte ohne jegliche Besteuerung
von Agrardiesel mit dem Schlepper rund 60 Cent je
Liter billiger als bei uns in Deutschland. Nächstes Beispiel: Lkw-Maut. Im Dezember 2023
wurde diese massiv angehoben. Damit belastet die Ampel laut
Haushaltsplan die Bevölkerung mit gut 7 Milliarden
Euro jährlich zusätzlich. Als Letztes sei noch die Gastronomie angesprochen.
Die 7 Prozent Mehrwertsteuer auf Speisen müssen wieder her!
Obwohl unser von permanenter Amnesie geplagter Kanzler im Wahlkampf versprach, eine Erhöhung
würde es niemals mehr geben, gilt sie bereits seit 14 Tagen wieder.
Aber egal ob Warburg Bank oder Wahlversprechen solche
Gedächtnislücken sind ja mittlerweile das Markenzeichen dieses Kanzlers.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, auf der anderen Seite muss man sich aber nur anschauen, wofür die Ampel
das deutsche Steuergeld zum Beispiel
so einsetzt: 30 Millionen Euro für saubere, bezahlbare
und sichere Energie in Südostasien; 106 Millionen Euro für klimafreundlichen ÖPNV in
Lateinamerika; 131 Millionen Euro für die Modernisierung der
Stromverteilung in Bangladesch, während in Baden-Württemberg
der Blackout droht; rund 400 Millionen Euro für Darlehen an
Binnenflüchtlinge im Irak, die der Bund natürlich bezahlt, wenn diese
nicht zurückgezahlt werden können; rund 1 Milliarde Euro für klimafreundliche urbane Mobilität
und andere Klimaprojekte in Indien.
Und mal ganz nebenbei: Bis 2030 werden wir rund 10 Milliarden Euro
Entwicklungshilfe an Indien zahlen, während Indien sich
gleichzeitig für 1,5 Milliarden Euro ein eigenes Raumfahrtprogramm leistet.
Ich persönlich wäre ja sogar bereit, dieses Geld
zu bezahlen, aber nur unter der Bedingung, dass sie die Mitglieder dieses Bundeskabinetts
gleich mit auf den Mond schießen.
Mein ganz persönlicher Liebling: rund 500 000 Euro
für die Förderung positiver Maskulinität in Ruanda. Warlord mit Machete, Goldkettchen und
Kalaschnikow, oder was bitte muss ich mir darunter vorstellen?
Und Sie wollen unseren Bürgern wirklich erzählen, es
wäre kein Geld für die Bauern da und wir müssten alle den Gürtel enger schnallen?
Schämen Sie sich eigentlich nicht abends vor dem Spiegel für diese
Politik, die Sie hier in Deutschland betreiben?
Allein für diese Maßnahmen müssen unsere heimischen Landwirte und
Spediteure sowie Gastwirte und Handwerker bluten, weil diese
Ampel Politik für die Welt macht und nicht für Deutschland.
Deswegen traut sich der Kanzler auch nicht, persönlich mit Landwirten,
Handwerkern, Spediteuren oder Gastronomen zu sprechen: weil er
diesen Mittelstand verraten hat und sich dafür lieber drei neue
Luxushelikopter für insgesamt 200 Millionen Euro gönnt.
Meine Damen und Herren, am Montag war ich mit unserer Fraktionsvorsitzenden
Alice Weidel und vielen anderen Kollegen, die heute auch hier
sind, auf der Bauerndemo und habe den Menschen zugehört, die sich
Sorgen um ihre Unternehmen, ihre Zukunft und um Deutschland machen.
Wir als AfD sprechen diese Sorgen und Nöte in den Parlamenten bereits seit
Jahren an und stehen an der Seite von Landwirten, Handwerkern, Spediteuren
und Gastronomen. Am Ende meiner Rede möchte ich noch gerne ein paar Worte an diejenigen
richten, die trotz Kälte vor dem Brandenburger Tor
demonstrieren und ausharren: Bleibt standhaft, und steht weiter für eure gerechte und
berechtigte Sache ein! Nehmt keine faulen Kompromisse dieser Ampel hin, sondern zeigt der
Regierung, was ihr von ihr haltet!
Schließen möchte ich mit einer aktuellen Bauernregel:
Wenn die Ampel endlich fällt, hat der Bauer viel mehr Geld.
Vielen Dank.
Nächste Rednerin ist die Kollegin Dr. Daniela De Ridder, SPD-Fraktion.
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