Rede im Bundestag
Weingesetz, Pflanzenschutzmittelreduktion im Weinbau
22. Juni 2023 · 21:16 Uhr · 112. Sitzung · TOP 15 · 00:03:06
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Was gesagt wurde
Wortlaut aus der Untertiteldatei des Deutschen Bundestages. Automatisch erstellt – kleinere Abweichungen vom gesprochenen Wort sind möglich. Verbindlich ist das Plenarprotokoll.
Frau Pr�sidentin! Herr Minister! Bevor ich meine Rede beginne,
m�chte ich sagen: Ich h�tte mir eigentlich gew�nscht, dass an so einem Abend am Rednerpult statt einem Glas Wasser zumindest
eine Weinschorle gestanden h�tte oder f�r die Bayern ein Gl�schen
Bier; das w�re vielleicht auch nicht verkehrt gewesen.
Da wir die zweite Lesung zum Elften Gesetz zur �nderung des Weingesetzes
haben und sich gegen�ber der letzten Lesung keine �nderungen ergaben,
h�ngen die Winzer immer noch am Tropf von Br�ssel.
Diese Regelungen zulasten der Winzer werden wieder einmal eins zu eins von
unserer Bundesregierung umgesetzt; damit wird mehr B�rokratie und
Aufwand f�r unsere Winzerfamilien geschaffen.
Aber kommen wir doch einmal zu guten Nachrichten: Unser Antrag zur F�rderung von pilzwiderstandsf�higen Reben wurde
in der letzten Lesung von allen demokratischen Parteien sowie den
Linken und den Gr�nen positiv begleitet.
Beispielhaft zitiere ich, mit Erlaubnis der Pr�sidentin,
Herrn Ebner: "Wir wissen, der Weinbau ist sehr abh�ngig von Pestiziden und tut sich
entsprechend schwer mit der Reduktion. Daher sind sogenannte pilzwiderstandsf�hige Sorten ein
wichtiger Baustein zur Reduktion von Fungiziden im Weinbau."
Das ist �berhaupt keine Frage, und mich freut es, dass es da
Z�chtungserfolge ohne Gentechnik gibt. Das ist wirklich ein gutes Zeichen. Nun, Herr Ebner, offenbar scheinen Pflanzenschutzmittel und Pestizide nicht zu Ihren St�rken zu geh�ren.
Sonst w�ssten Sie n�mlich, dass ich �berhaupt nicht �ber
Pestizide gesprochen habe. Ich sprach �ber Pflanzenschutzmittel. Das ist etwas grunds�tzlich anderes.
Pflanzenschutzmittel sind, wie der Name schon sagt,
zum Schutz der Pflanzen vor Krankheiten da. Daher:
Unterlassen Sie doch bitte einfach solche Bemerkungen in der Zukunft!
Denn der Weinbau und die Landwirtschaft ben�tigen den
Pflanzenschutz, um gesunde und ausreichende Nahrungsmittel f�r uns,
die Verbraucher, herzustellen. Werfen wir noch kurz einen Blick in den Antrag der CDU/CSU!
Hier erkennt man leider wieder einmal die Doppelmoral dieser Partei:
konservativ auftreten, aber dann links-gr�n handeln.
Viele Ihrer Forderungen sind richtig, k�nnen wir unterst�tzen.
Offensichtlich kam Ihr Antrag deshalb so sp�t, weil Sie noch einen Teil
unserer Forderungen abschreiben mussten. Leider unterwerfen Sie sich bei vielen Forderungen doch wieder einmal
kritiklos dem �kodiktat aus Br�ssel. Wir hier in Deutschland
brauchen nicht mehr EU im Weinberg. Wir brauchen eine souver�ne,
ausschlie�lich an deutschen Interessen ausgerichtete Landwirtschaftspolitik.
Die Gr�nen denken schon lange nicht mehr an Deutschland;
Deutschland ist kein Thema. Leider hat die CDU/CSU in ihrem Antrag vergessen, den Teil zu den
exorbitanten Kostensteigerungen aus meinem Antrag zu kopieren.
Mit einer Unterst�tzung, zum Beispiel bei den Kosten f�r
Flaschen oder Kartonagen, h�tte man alle Winzer, egal ob �ko oder konventionell, direkt und schnell entlasten k�nnen.
Wir als AfD werden uns immer f�r unsere einheimische Landwirtschaft
einsetzen. Das merken, Gott sei Dank, nicht nur immer mehr
Winzer und Landwirte vor Ort, sondern mittlerweile auch 20 Prozent
der deutschen Bev�lkerung. Damit erhebe ich mein Glas auf eine
blaue Zukunft in Deutschland. Vielen Dank. Zum Wohl!
Das Wort erh�lt Dr. Gero Clemens Hocker f�r die FDP-Fraktion.
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