Rede im Bundestag
Bekämpfung der Preissteigerung
12. Mai 2022 · 11:19 Uhr · 34. Sitzung · TOP 8 · 00:03:02
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Was gesagt wurde
Wortlaut aus der Untertiteldatei des Deutschen Bundestages. Automatisch erstellt – kleinere Abweichungen vom gesprochenen Wort sind möglich. Verbindlich ist das Plenarprotokoll.
Frau Pr�sidentin! Meine Damen und Herren! Wissen Sie,
was Frank Steffel, von und zu Guttenberg, Annette Schavan sowie der
Verfasser dieses Antrags gemeinsam haben?
Sie sind in gro�en Teilen gut im Anfertigen von Plagiaten;
denn nichts anderes ist Ihr Antrag: eine Kopie mehrerer unserer eigenen
Antr�ge aus den letzten Wochen und Monaten. Nehmen wir
zum Beispiel die Abschaffung der EEG-Umlage, die Umsatzsteuerabsenkung auch f�r
Kraftstoffe sowie den Verzicht auf die geplante 4-Prozent-Regelung bei
den Stilllegungsfl�chen. All das habe ich bzw. hat meine Fraktion in den letzten Wochen
und Monaten gefordert, und all dies wurde durch Ihre Fraktion konsequent abgelehnt.
Heute schreien Sie hier laut herum und versuchen, damit zu kaschieren,
dass Sie f�r die meisten Zust�nde hier selbst verantwortlich sind.
Sie haben doch die letzten 16 Jahre regiert. Da kann ich nur eins sagen:
Gro�es Kino la CDU. Aber zur�ck zum Antrag.
Die Kombination aus hoher Inflation, einer einbrechenden Konjunktur und
explodierenden Rohstoff- und Energiepreisen bei gleichzeitiger
St�rung der globalen Warenketten ist eine toxische Mischung.
Neben den Folgen der Coronama�nahmen und den gewachsenen geldpolitischen
Konflikten aufgrund einer seit knapp zehn Jahren andauernden
katastrophalen Geldpolitik der EZB ist die Inflation bereits im April
dieses Jahres auf 7,4 Prozent gestiegen. Trotzdem verz�gert die
EZB die Zinswende, weil die EU dieses Ph�nomen nicht �berleben w�rde.
Ein Anstieg der Zinsen w�rde in den s�dlichen L�ndern Europas doch zum
Zusammenbruch f�hren.
Also opfern Sie lieber die Ersparnisse der deutschen Bev�lkerung
und schauen einer immer schneller werdenden Verarmung der Mittelschicht zu.
W�hrend sich eine Familie des gutb�rgerlichen Mittelstandes
fr�her noch ein Eigenheim bauen konnte, ist es heute f�r dieselbe Familie
kaum noch m�glich, die monatliche Miete zu bezahlen,
das Auto zu betanken oder im Supermarkt den Einkaufswagen
vollzubekommen. Minister Habeck, wenn Sie
den 3.000 Mitarbeitern der �lraffinerie in Schwedt sagen,
dass Sie sie nicht vergackeiern, dann stimmt das nicht mal ansatzweise. Sie vergackeiern nicht nur die
Leute dort, sondern eine gesamte Nation. Haben Sie denn nicht im gleichen Zug angedeutet, dass es durchaus zu
Engp�ssen bei der Kraftstoffversorgung in Mittel-
und Ostdeutschland kommen kann? Meine Damen und Herren,
durch die von der links-gr�nen Regierung erzeugte gr�ne Inflation
ist es wahrscheinlich, dass wir bald 3 Euro und mehr f�r den Liter Kraftstoff werden bezahlen m�ssen. Aber das ist ja auch Ihr
erkl�rtes Ziel: Weg vom Auto, hin zum Lastenfahrrad.
Liebe Kollegen der CDU, statt unsere Antr�ge abzuschreiben,
stimmen Sie ihnen doch lieber gleich zu! Damit h�tten wir die B�rger in
unserem Land bereits vor Monaten sp�rbar entlasten k�nnen. Vielen Dank.
Der Kollege Dieter Janecek hat das Wort f�r B�ndnis 90/Die Gr�nen.
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