Kleine Anfrage
Bestand des Damwildes in Deutschland
- Eingereicht
- 20. Januar 2022
- Drucksache
- 20/452
- Eingebracht von
- Fraktion der AfD
- Wahlperiode
- 20.
Eine Kleine oder Große Anfrage bringt die Fraktion ein. Bernd Schattner hat sie mitgezeichnet – sie ist nicht seine allein.
Die Anfrage im Wortlaut
Vorbemerkung der Fragesteller
durch Anwesenheit von Großprädatoren mit seinen Verhaltensweisen in Bedrängnis geraten. Die Wildart verändert deutlich ihr angepasstes Verhalten mit bisheriger erlernter Brunftplatzbindung im Oktober (https://www.jagderleben.de/praxis/wolf-au swirkungen-schalenwild-nimmt-verbiss-ab-712618). In den letzten Jahren fanden sich die Individuen zu großen Rudeln zusammen, um sich besser vor Wolfsangriffen schützen zu können (ebd.). Mittlerweile hat sich dieses Verhalten verändert: Etablierte Brunftplätze werden nur noch durch Einzelindividuen besucht, die Tiere flüchten ins Offenland. Damwild tritt nur noch als Wechselwild auf und verlässt die ursprünglichen Einstände (Unsere Jagd, Ausgabe 10/2021, S. 18 ff.). Wir fragen die Bundesregierung: 1. Hat die Bundesregierung Kenntnis über den Gesamtbestand des Damwilds in Deutschland, beziehungsweise lässt dieser nach Auffassung der Bundesregier
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Hat die Bundesregierung Kenntnis über den Gesamtbestand des Damwilds in Deutschland, beziehungsweise lässt dieser nach Auffassung der Bundesregierung sich anhand der Streckenzahl für das gesamte Bundesgebiet abschätzen? Wenn die Bundesregierung über den Gesamtbestand Kenntnis besitzt, wie hoch ist dieser, beziehungsweise wie hoch schätzt die Bundesregierung diesen Bestand, wenn er sich anhand der Streckenzahl abschätzen lässt?
2. Hat die Bundesregierung Kenntnis darüber, wie sich der Damwildbestand seit 2010 in Deutschland entwickelt hat (wenn ja, bitte, wenn möglich, auch nach einzelnen Bundesländern aufschlüsseln)?
3. Hat die Bundesregierung Kenntnis über die Zahl des von Wölfen gerissenen Damwilds in Deutschland, beziehungsweise kann sie diese abschätzen, und wenn ja, wie hoch ist die Zahl (bitte nach Möglichkeit auch nach einzelnen Bundesländern aufschlüsseln)?
4. Hat die Bundesregierung Kenntnis, ob es Regionen in Deutschland gibt, in denen die Damwildbestände gänzlich erloschen sind, und wenn ja, in welchen Regionen?
5. Ist die Bundesregierung in der Lage, anhand der vorliegenden Daten zu prognostizieren, wie sich der Damwildbestand in Deutschland in den kommenden fünf Jahren entwickeln wird, und wenn ja, wie sehen diese Prognosen aus? Deutscher Bundestag Drucksache 20/452
20. Wahlperiode 20.01.2022
6. Beabsichtigt die Bundesregierung, die Anlage von größeren Dickungskomplexen zur Brunft und zum Schutz der Wildtiere zu fördern, und wenn ja, wann, und wie konkret?
7. Welche Faktoren sind der Bundesregierung bekannt, die die Damwildpopulation in Deutschland beeinflussen?
8. Beabsichtigt die Bundesregierung, nach der vergangenen Novellierung des Bundesjagdgesetzes Maßnahmen vorzuschlagen oder zu ergreifen, durch die die wachsenden Verlustquoten beim Damwild durch Großprädatoren künftig in den Abschussplänen berücksichtigt werden, und wenn ja, welche?
9. Beabsichtigt die Bundesregierung, Maßnahmen vorzuschlagen oder zu ergreifen, durch welche bei der Ausgestaltung der Abschusspläne die durch Großprädatoren entstandenen Fallwildzahlen sich auf die Abschussstrecke anrechnen lassen, und wenn ja, welche?
10. Plant die Bundesregierung, eine Änderung der Bejagungsart für die Wildarten Muffel-, Gamsund Damwild im Bundesjagdgesetz festzuschreiben, und wenn ja, wann, und wie konkret?
Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage erscheint als eigene Drucksache und ist hier nicht abgedruckt. Sie ist über die Parlamentsdatenbank des Deutschen Bundestages unter derselben Vorgangsnummer zu finden.
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