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Bernd SchattnerMenü

Schriftliche Frage

Auswirkungen der Umweltauflagen für tierhaltende Betriebe auf die Versorgung mit tierischen Produkten

Eingereicht
8. Juli 2022
Drucksache
20/2692
Eingebracht von
Bernd Schattner, MdB
Wahlperiode
20.

Eine Schriftliche oder Mündliche Frage stellt immer eine einzelne Abgeordnete oder ein einzelner Abgeordneter.

Die Frage

Ist in Deutschland mit einem ähnlichen Maß für die Aufgabe der Tierhaltung zu rechnen vor dem Hintergrund, dass in den Niederlanden 30 Prozent der viehhaltenden Landwirte durch Umweltauflagen ihre Tierhaltung aufgeben sollen, und wenn ja, sollen der Milchund Fleischbedarf dann zukünftig durch Importe aus etwa Südamerika (wo die Behandlung von Tieren mit Wachstumshormonen erlaubt ist) gedeckt werden (www.spiegel.de/wirtschaft/niederlande-protest-gegen-umwelt auflagen-landwirte-blockieren-supermaerkte-a-d9 19394e-33db-4608-a08b-66dccf53cb4a)?

Die Antwort der Bundesregierung

Im Sinne einer nachhaltigen Landwirtschaft ist auch der Umbau der Tierhaltung hin zu klima-, umweltund tiergerechten Haltungsverfahren erforderlich. Die Bundesregierung wird die Landwirtinnen und Landwirte hierbei unterstützen. Bei diesen Arbeiten wird auch die Entwicklung der Preise tierischer Produkte berücksichtigt. Die Bundesregierung möchte eine Entwicklung zu Wertschätzung und Wertschöpfung induzieren, die man plakativ mit den Worten „Klasse statt Masse“ ausdrücken könnte. Dabei wird die Bundesregierung sorgfältig darauf achten, dass eine solche Prioritätensetzung grundsätzlich unabhängig von der Einkommenssituation der Haushalte möglich ist. Zusätzlich setzt sich die Bundesregierung auf EU-Ebene für eine umfassende Herkunftskennzeichnung ein, um unter anderem die Wertschätzung für regionale Produkte zu fördern.

Original beim Deutschen BundestagZurück ins Archiv