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Bernd SchattnerMenü

Schriftliche Frage

Etwaige Zahlung einer Dürrehilfeprämie an deutsche Landwirte

Eingereicht
19. August 2022
Drucksache
20/3141
Eingebracht von
Bernd Schattner, MdB
Wahlperiode
20.

Eine Schriftliche oder Mündliche Frage stellt immer eine einzelne Abgeordnete oder ein einzelner Abgeordneter.

Die Frage

Inwieweit zieht es die Bundesregierung in Erwägung, eine Dürrehilfeprämie aufgrund der anhaltenden Trockenheit an die deutschen Landwirte zu zahlen, wie es im Jahr 2018 der Fall war (www.br.de/nachrichten/bayern/wassermangel-tro ckenheit-bereitet-landwirten-sorgen,TBvwpBk)?

Die Antwort der Bundesregierung

Die Landwirtschaft wird stetig zunehmend mit den Folgewirkungen der Klimakrise in Form von verstärkten Wetterextremen, z. B. ausgeprägte und anhaltende Trockenheiten, konfrontiert. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) steht daher zur Analyse der Trockenheit in regelmäßigem Kontakt mit dem Deutschen Wetterdienst und den Ressortforschungseinrichtungen sowie mit den Ländern. Für Hilfsmaßnahmen bei Naturkatastrophen, zu denen auch die Dürre gehört, sind nach der verfassungsrechtlichen Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern grundsätzlich die Länder zuständig. Der Bund kann bei Naturkatastrophen nur ausnahmsweise insbesondere im Rahmen der Vorgaben des Artikels 104b Absatz 1 Satz 2 des Grundgesetzes finanzielle Hilfe leisten. Voraussetzung für eine Hilfe des Bundes wäre damit ein Schaden von erheblichem Ausmaß. Ob diese Voraussetzung erfüllt ist, unterliegt einer wertenden Einschätzung der Gesamtumstände des jeweiligen Schadereignisses. Ob Bundeshilfen gewährt werden könnten, kann demnach erst entschieden werden, wenn genaue Informationen über trockenheitsbedingte Ertragseinbußen vorliegen. So sind beispielsweise im Hinblick auf die Winterkulturen nach derzeitigem Erkenntnisstand sehr heterogene Ergebnisse zu erwarten, in manchen Gegenden jedoch auch unerwartet gute Erträge. Das BMEL beobachtet die weiteren Entwicklungen genau.

Original beim Deutschen BundestagZurück ins Archiv