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Bernd SchattnerMenü

Kleine Anfrage

Ausbau von Weinbau mit pilzwiderstandsfähigen Rebsorten

Eingereicht
17. Februar 2023
Drucksache
20/5701
Eingebracht von
Fraktion der AfD
Wahlperiode
20.

Eine Kleine oder Große Anfrage bringt die Fraktion ein. Bernd Schattner hat sie mitgezeichnet – sie ist nicht seine allein.

Die Anfrage im Wortlaut

Vorbemerkung der Fragesteller Der Echte und der Falsche Mehltau (Oidium und Peronospora) sind im Weinbau weit verbreitet und können zu großen Ernteverlusten führen. Um dies zu verhindern werden Spritzmittel (Pestizide bzw. Fungizide) eingesetzt. Um die notwendige ausgebrachte Menge der Spritzmittel und die Häufigkeit der Spritzungen zu reduzieren, werden pilzwiderstandsfähige Rebsorten (PIWIs) von Forschungsinstituten gezüchtet und von Winzern angebaut (Weine aus „neuen“ Rebsorten – Berichte über Landwirtschaft, https://www.buel.bmel.de/index.php/buel/article/view/424). „Um die Vermarktung von Piwi-Weinen zu verbessern, haben die rheinhessischen Winzerinnen Eva Vollmer und Hanneke Schönhals die Initiative „Zukunftsweine“ gestartet, die kürzlich mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet wurde. Inzwischen etikettieren 20 Betriebe aus mehreren Anbaugebieten ihre Piwi-Weine als „Zukunftswein“. „Mit dieser Auszeichnung bekommen Fachhändler die Story besser vermittelt“, erklärt Winzerin Schönhals in Biebelnheim (Kreis Alzey-Worms). Ihre Privatkundschaft habe Piwi-Weine schon länger angenommen. Jetzt gebe es mit der neuen Dachmarke die Chance, Piwis auch im Handel zu etablieren. Mit einem um 80 Prozent verringerten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln seien Piwis ein wesentlicher Baustein für mehr Nachhaltigkeit im Weinbau, sagt Hanneke Schönhals. „Jede Piwi-Rebe, die gepflanzt wird, bringt einen Impact.“ Weil die Winzer weniger oft zum Spritzen in den Weinberg fahren müssen, verbrauchen sie auch weniger Diesel, was die CO2-Bilanz verbessert. […] Die Initiative „Zukunftsweine“ sei ganz bewusst niedrigschwellig angelegt, damit sich viele weitere Winzerinnen und Winzer dazu eingeladen fühlten, sagt Hanneke Schönhals. „Wir wollen etwas bewirken – das gelingt nicht, wenn wir uns nur in der Bio-Bubble bewegen.“ „Zukunftsweine“ kommen daher auch von konventionell wirtschaftenden Winzerinnen und Winzern. „In der Initiative können wir viel voneinander lernen.“ In der Gruppe gebe es auch die Absicht, mit Premium-Weinen zu glänzen. „Aber oberstes Ziel ist, dass endlich mehr Piwi-Reben gepflanzt werden.“ Beim Verkauf von Reben ist die Nachfrage nach Piwi-Sorten inzwischen deutlich gestiegen. Die Lieferzeiten für besonders gefragte Sorten wie Souvignier gris liegen bei gut einem Jahr. Ein Grund sind die Pläne der EU, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bis 2030 zu halbieren“ (https://www.proplanta.de/ag Deutscher Bundestag Drucksache 20/5701 20. Wahlperiode 17.02.2023 rar-nachrichten/pflanze/initiative-will-piwi-weine-im-handel-etablieren_article 1671808710.html). Wir fragen die Bundesregierung: 1. Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, ob der Anbau von PIWI-Weinen finanziell aus einem Fonds der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) unterstü Wir fragen die Bundesregierung: 1. Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, ob der Anbau von PIWI-Weinen finanziell aus einem Fonds der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) unterstützt wird, und wenn ja, in welcher Höhe (vgl. https://www.dlr.rlp.de zum Stichwort Weininvestitionsfoerderung; bitte in Euro pro Hektar angeben)? 2. Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, welche Maßnahmen seitens der Winzer ergriffen werden, um die Etablierung und Vermarktung von PIWI-Weinen zu verbessern (https://www.proplanta.de/agrar-nachrichten/pflanze/initiative-will-piwi-weine-im-handel-etablieren_article167180871 0.html)? 3. Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, welche Sorten von PIWI-Weinen aktuell auf dem Markt sind? 4. Wie schätzt die Bundesregierung die Forschung im Bereich von PIWI-Rebsorten ein (https://www.oekolandbau.de/bio-im-alltag/bio-fuer-die-umwelt/pflanzenbau/die-zeit-ist-reif-fuer-piwi-weine/)? 5. Investiert die Bundesregierung in die Neuzüchtung bzw. Erforschung von PIWI-Rebsorten (https://www.oekolandbau.de/bio-im-alltag/bio-fuer-die-umwelt/pflanzenbau/die-zeit-ist-reif-fuer-piwi-weine)? 6. Kann die Bundesregierung die Vorteile und Nachteile der PIWI-Rebsorten bzw. PIWI-Weine gegenüber konventionelle Weinen und Rebsorten aufzeigen (https://www.proplanta.de/agrar-nachrichten/pflanze/initiative-willpiwi-weine-im-handel-etablieren_article1671808710.html)? 7. Welche Möglichkeiten zur besseren Vernetzung für PIWI-Weine sind nach Kenntnis der Bundesregierung etwa in Form eines Ausbaus einer Dachmarke umsetzbar? 8. Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, inwieweit der Einsatz von Fungiziden im Weinbau durch den Anbau von PIWI-Weinen reduziert werden kann? 9. Ist nach den Plänen der EU, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln um 50 Prozent zu reduzieren, der konventionelle Anbau von Wein nach Auffassung der Bundesregierung noch vertretbar (https://magazin.wein.plus/news/deutscher-weinbauverband-gegen-pauschale-reduktion-von-pflanzensc hutz-pestizid-verbot-in-schutzgebieten-gefaehrde-den-weinbau-in-deutschl and#:~:text=Diese%20Sustainable%20Use%20Regulation%20(SUR,anste lle%20von%20chemischen%20Pestiziden%20erreichen)? 10. Hat sich die Bundesregierung zur Zukunft des Weinbaus in Deutschland ohne bzw. mit geringem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (vgl. Frage 9) eine eigene Auffassung gebildet, und wenn ja, wie lautet diese? 11. Hat sich die Bunderegierung zu der Frage, welche Auswirkungen die Sustainable Use Regulation (SUB) auf die Struktur der Weinbaubetriebe in Deutschland hat, eine Positionierung gebildet, und wenn ja, wie lautet diese, und welche Schlussfolgerungen für ihr eigenes Handeln leitet die Bundesregierung daraus ab (https://magazin.wein.plus/news/deutscher-wei nbauverband-gegen-pauschale-reduktion-von-pflanzenschutz-pestizid-verb ot-in-schutzgebieten-gefaehrde-den-weinbau-in-deutschland#:~:text=Dies e%20Sustainable%20Use%20Regulation%20(SUR,anstelle%20von%20ch emischen%20Pestiziden%20erreichen.)? 12. Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse für einen möglichen Anstieg der Weinpreise für die Verbraucher durch die SUB vor?

Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage erscheint als eigene Drucksache und ist hier nicht abgedruckt. Sie ist über die Parlamentsdatenbank des Deutschen Bundestages unter derselben Vorgangsnummer zu finden.

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