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Bernd SchattnerMenü

Schriftliche Frage

Anteil an Werbung im TV bzw. im Internet für ungesunde Lebensmittel

Eingereicht
10. März 2023
Drucksache
20/5942
Eingebracht von
Bernd Schattner, MdB
Wahlperiode
20.

Eine Schriftliche oder Mündliche Frage stellt immer eine einzelne Abgeordnete oder ein einzelner Abgeordneter.

Die Frage

Hat die Bundesregierung Kenntnis davon, wie hoch der prozentuale Anteil an Werbung im TV bzw. im Internet über ungesunde Lebensmittel/ Süßigkeiten, Schokolade etc. ist bzw. wie hoch die anderen Anteile sind (Autos, Kleidung etc.; https://lebensmittelpraxis.de/industrie-aktuell/363 25-werbeverbot-gegenwind-und-lob-fuer-oezdemi r-plaene.html)?

Die Antwort der Bundesregierung

In der Gesamtbetrachtung der der Bundesregierung vorliegenden Untersuchungen und Studien kommt die Bundesregierung zu dem Ergebnis, dass der Anteil der an Kinder gerichteten Werbung für Lebensmittel, die die Grenzwerte des Nährwertprofilmodells des Regionalbüros Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO) überschreiten, unter anderem in den Medien Fernsehen und Internet zu hoch ist. Mediennutzende Kinder sehen im Schnitt 15 Werbespots und -einblendungen in TV und Internet für Lebensmittel mit hohem Zucker-, Fettoder Salzgehalt täglich. Die Unterstützung der Eltern bei der Gewährleistung einer gesundheitsförderlichen Ernährungsumgebung für ihre Kinder ist daher ein besonderes Anliegen der Bundesregierung. Daher hat die Bundesregierung bei ihren Überlegungen zur Schaffung neuer Werberegularien speziell die an Kinder gerichtete Lebensmittelwerbung in den Fokus genommen, nicht die Werbung für sonstige Produkte und Dienstleistungen, zum Beispiel Autos oder Kleidung. Die in den genannten wissenschaftlichen Untersuchungen und Studien enthaltenen Zahlen und Daten über Werbung für unausgewogene Lebensmittel, die Kinder erreicht, belaufen sich im Fernsehen und Internet auf durchschnittlich 92 Prozent der gesamten Lebensmittelwerbung. Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen, dass der Lebensmitteleinzelhandel und die Süßwarenbranche zu den werbestärksten Branchen der Wirtschaft gehören.

Original beim Deutschen BundestagZurück ins Archiv