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Bernd SchattnerMenü

Mündliche Frage

Abwanderung hochqualifizierter Arbeitskräfte im Bereich Bildung und Forschung

Eingereicht
14. Juni 2023
Drucksache
20/108
Eingebracht von
Bernd Schattner, MdB
Wahlperiode
20.

Eine Schriftliche oder Mündliche Frage stellt immer eine einzelne Abgeordnete oder ein einzelner Abgeordneter.

Die Frage

Was macht die Bundesregierung gegen die Abwanderung von hochqualifizierten Personen in der Bildung und Forschung aus Deutschland (www.demogr.mpg.de/de/news_events_6123/news_pressemitteilungen_4630/presse/abwanderung_ von_forschenden_wirtschaftliche_entwicklung_fuehrt_nicht_ zwangslaeufig_zu_braindrain_11735)? Herr Staatssekretär,

Die Antwort der Bundesregierung

Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Sehr geehrter Herr Abgeordneter, ich beantworte Ihre Frage seitens der Bundesregierung wie folgt: Die Bundesregierung zielt mit einer Vielzahl von Maßnahmen auf die Sicherstellung und den weiteren Ausbau der Attraktivität des deutschen Hochschulund Wissenschaftsstandorts, um hochqualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und auch zu halten. Gemeinsam mit den Ländern hat die Bundesregierung seit dem Jahr 2005 durch erhebliche zusätzliche Finanzmittel im Rahmen der großen Wissenschaftspakte die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Wissenschaft in Deutschland nachhaltig gestärkt. Mit dem von Bund und Ländern initiierten Tenure-Track-Programm wurden die Karrierewege des wissenschaftlichen Nachwuchses planbarer und auch transparenter gestaltet, um die Attraktivität des deutschen Wissenschaftssystems im internationalen Wettbewerb zu steigern. Um hochqualifizierte Nachwuchskräfte auch aus dem Ausland für das deutsche Wissenschaftssystem zu gewinnen bzw. hier im Wissenschaftssystem in Deutschland zu halten, fördert die Bundesregierung eine Vielzahl strukturierter Programme, wie beispielsweise die jährlich annähernd 1 000 Forschungsstipendien und -preise der Alexander-von-Humboldt-Stiftung. Die Alexander-von-Humboldt-Professur bietet darüber hinaus weltweit führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Ausland eine dauerhafte Perspektive hier in Deutschland. Über den Deutschen Akademischen Austauschdienst finanziert das BMBF unter anderem das Programm PRIME, welches die Auslandsmobilität und Rückkehr von Postdoktorandinnen und -doktoranden aller Nationalitäten und Fachrichtungen unterstützt. Das BMBF fördert zudem das German Academic International Network, welches Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Nordamerika über berufliche Chancen in Deutschland informiert und Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern vermittelt.

Original beim Deutschen BundestagZurück ins Archiv