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Bernd SchattnerMenü

Kleine Anfrage

Mögliches Verbot der Hundeausbildung an der lebenden Ente sowie Verbot der Baujagd mittels Schliefenanlagen

Eingereicht
12. Oktober 2023
Drucksache
20/8805
Eingebracht von
Fraktion der AfD
Wahlperiode
20.

Eine Kleine oder Große Anfrage bringt die Fraktion ein. Bernd Schattner hat sie mitgezeichnet – sie ist nicht seine allein.

Die Anfrage im Wortlaut

Vorbemerkung der Fragesteller Mit der geplanten Änderung der Landesjagdgesetze in Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein wird unter anderem der Wegfall der Jagd mit Bauhunden in Naturbauten und die bisherige Ausnahmeregelung für ausgebildete Jagdhunde thematisiert. Zwar ist das Kupieren von Jagdgebrauchshunderassen derzeit noch erlaubt, doch ein Wegfall der Kupiermöglichkeiten wird aktuell diskutiert (Wild und Hund, Nummer 16, 2023, S. 33 ff.). Es besteht erhöhte Verletzungsgefahr für die Jagdhunde, der zukünftige Einsatz steht in frage. Die Ausbildung der Hunde an der sogenannten Müllerente bei der Wasserarbeit soll demnach auch bald nicht mehr ermöglicht werden (www.natuerlich-jagd.de/hund/stoppden-gruenen-plaenen-zur-beschraenkung-der-jagd/). Bei dieser Jagdmethode wird eine Ente mittels Papiermanschetten vorübergehend flugunfähig gemacht. Der Jagdhund soll so das Verhalten einer geflügelten Ente, die sich im Schilf drückt und weite Strecken taucht, erlernen – ein Hilfsmittel, um tierschutzkonform jagen zu können. Enten schwimmen schneller als jeder Jagdhund. Die Fluchttaktik der Ente kann so ohne jedes Tierleid erlernt werden, immer unter kontrollierten Bedingungen, vor dem Einsatz im Echtbetrieb (www.jaegermagazin.de/jagd-aktuell/news-fuer-jaeger/hundeausbildung-in-gefahr-niedersach sen/). Auch die Ausbildung am lebenden Wild in einer Schliefenanlage zur Vorbereitung und Konditionierung der Arbeit der Erdhunde bei der Baujagd soll verboten werden. Somit wird die frühe notwendige Prägung auf den Fuchs unmöglich gemacht (ebd.). Schliefwarte bekommen Schulungen zur tierschutzgerechten Führung ihrer Anlagen, der direkte Kontakt zwischen Fuchs und Hund wird mittels Schiebern oder Drehkesselanlagen vermieden. Bessere Haltungsbedingungen für Schlieffüchse bei den Maßen der Zwinger und angepasste artgerechtere Haltung werden bereits praktisch umgesetzt (djz.de/kompetenzgrupp e-bodenjagd-und-schliefarbeit-gegruendet/). Derzeit laufen Forschungsvorhaben hinsichtlich der Stressbelastung der Füchse während der Arbeit. Eine Kompetenzgruppe Bodenjagd arbeitet an einer rasseübergreifenden Prüfungsordnung für Erdhunde (www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/baujagd-ku nstbau). Fachleute und Praktiker verfügen über umfangreiche Kenntnisse in den Bereichen Tierschutz, Tierhaltung, Hundeausbildung und Bodenjagd. Für das Prädatorenmanagement hat die Bodenjagd erhebliche Bedeutung (www.dbu.de/OPAC/ab/DBU-Abschlussbericht-AZ-32166_02.pdf). Die Bejagung von Prädatoren gilt als effektivste Jagdmethode und gewährleistet die Erhaltung von wertvollen Aufzugsund Rückzugsgebieten für zahlreiche geschützte Arten (z. B. bodenbrütende Wiesenvögel – Kiebitz, Rebhuhn, Großer Brachvogel, Großtrappe – und ihre Nachkommen). Potentielle Beutegreifer kann man so ge-Deutscher Bundestag Drucksache 20/8805 20. Wahlperiode 12.10.2023 zielt reduzieren und den Druck auf sensible Arten abmildern. Diese Jagd umfasst alle Formen der Fallenjagd sowie die Einzelund Gesellschaftsjagd (www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/artenschutz/25065.html). Im Regierungsentwurf zum neuen rheinland-pfälzischen Jagdgesetz ist ein Verbot der Baujagd auf Füchse und Dachse am Naturbau vorgesehen, die Jagd im Kunstbau soll noch erhalten bleiben (mkuem.rlp.de/fileadmin/14/Startseite/Pres semeldung-PDF/Regierungsentwurf_zum_Landesjagdgesetz.pdf). Im Tierschutzgesetz (TierSchG) gilt das festgeschriebene Gebot der größtmöglichen Schmerzvermeidung (§ 4 Absatz 1 Satz 2 TierSchG; www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html). Nach Auffassung der Fragesteller nutzen Tierrechtsorganisationen leider das Verbot der Baujagd oft zur Stimmungsmache und so zur Generierung von Spendengeldern (www.peta.de/themen/jagdirrtuemer/). Fehlinformationen werden in den Augen der Fragesteller bewusst gestreut, Untersuchungen und wissenschaftliche Befunde negiert, auch vor der Umsetzung ihrer Ziele mittels Straftaten (Sachbeschädigung, Brandstiftung, Beleidigung und Bedrohung bis zu Morddrohungen) schreckt man nicht zurück (www.jaegermagazin.de/jagd-aktuell/news-fuer-jaeger/jagdverband-stellt-strafanzeige-gegen-peta/). Wir fragen die Bundesregierung : 1. Hat sich die Bundesregierung bzw. das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zur Bejagung von Füchsen in Kunstbaut Wir fragen die Bundesregierung: 1. Hat sich die Bundesregierung bzw. das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zur Bejagung von Füchsen in Kunstbauten (Schliefenanlagen) hinsichtlich der Konformität mit dem Tierschutzgesetz beraten lassen, und wenn ja, mit welchem Ergebnis? 2. Empfiehlt die Bundesregierung das jagdfachliche Kupieren von Jagdhunden (Stöberund Vorstehhunden) zur Verwendung im jagdlichen Einsatz? Wenn ja, wird sie diesen Punkt auch in der nächsten Änderung des Bundesjagdgesetzes integrieren? 3. Sieht die Bundesregierung bei einem möglichen Verbot von Schliefenanlagen, dem Einsatz der Müllerente sowie einem Kupierverbot von Jagdhunden ihre Regelungskompetenz berührt? Wenn ja, hat sich die Bundesregierung bereits damit befasst, und hält die Bundesregierung ggf. eine entsprechende zukünftige Änderung des Bundesjagdgesetzes für umsetzbar (wenn ja, arbeitet sie auf ein Verbot der genannten Praktiken zu, und wenn nein, warum nicht)? 4. Welche praktikablen Alternativen zur Müllerente kann die Bundesregierung zur Ausbildung der Jagdhunde bei der Wasserarbeit nennen? Ist für eine spätere Neuauflage des Bundesjagdgesetzes eine Alternative geplant? 5. Hat die Bundesregierung Kenntnis von einer strafrechtlichen Verfolgung von Vergehen von Tierrechtsorganisationen gegen die Jagd und die korrekte Jagdausübung? Wenn ja, welche Vergehen, und wie oft wurden solche Vergehen in der Bundesrepublik Deutschland nach Kenntnis der Bundesregierung in den letzten fünf Jahren geahndet? 6. Plant die Bundesregierung, die Jägerschaft in Deutschland mit Mitteln der bestmöglichen Aufklärung über die Jagd bzw. Jagdausübung (Baujagd, Kupierverbot), den Naturschutz durch Jagd bzw. den Einsatz jagdlicher Hilfsmittel (beispielsweise Müllerente) zu unterstützen, wenn ja, mit welchen, bzw. in welcher Form plant sie, sie zu unterstützen, und wenn nein, warum wird die Bundesregierung die Jägerschaft nicht unterstützen?

Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage erscheint als eigene Drucksache und ist hier nicht abgedruckt. Sie ist über die Parlamentsdatenbank des Deutschen Bundestages unter derselben Vorgangsnummer zu finden.

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