Rede im Bundestag
Ernährungsstrategie der Bundesregierung
11. April 2024 · 12:33 Uhr · 163. Sitzung · TOP 19 · 00:03:15
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Was gesagt wurde
Wortlaut aus der Untertiteldatei des Deutschen Bundestages. Automatisch erstellt – kleinere Abweichungen vom gesprochenen Wort sind möglich. Verbindlich ist das Plenarprotokoll.
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren!
Das Wort „Ernährungsstrategie“ klingt ja erst einmal gar nicht schlecht. Das Problem, welches die Bundesregierung aber hat, ist doch,
dass das hier vorliegende Papier eben keine Strategie ist, sondern vielmehr
ein Diktat. So heißt es doch, dass
die Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, kurz DGE, in Schulen und Kindergärten bindend
umgesetzt werden müssen. Und wie diese aussehen, wissen die meisten von Ihnen selbst: Nur noch
ein Ei in der Woche, und Fleisch soll es auch nur noch
300 Gramm pro Woche geben. Dafür soll der Rest dann aber schön ökologisch und nachhaltig angebaut sein. Dieses Papier ist wieder einmal nichts anderes als ein weiterer
Sargnagel für die Geflügel-, Rinder- und Schweinewirtschaft
in Deutschland.
Dazu kommen dann auch noch die geplanten Freihandelsabkommen
wie Mercosur, mit denen dann hormonbelastetes Fleisch aus dem
Ausland importiert werden soll. Aber schauen wir uns doch mal an, wie grüne Lebensmittelpolitik ganz
praktisch aussieht. So wollte Minister Özdemir aus der Kantine in seinem Ministerium für
Ernährung und Landwirtschaft eine „Kantine der Zukunft“ machen.
Im Detail sollten mindestens 30 Prozent der verarbeiteten Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft sein, mehr Essen aus Hülsenfrüchten
angeboten werden sowie das Angebot von Fleisch und Wurstwaren drastisch
reduziert werden. Nur fand sich dummerweise kein Pächter für diese sinnlosen Vorgaben, sodass die 350 Mitarbeiter jetzt entweder ein Butterbrot mehr
mitbringen oder eben die nahegelegenen Imbissbuden nutzen.
Kurzum: Die „Kantine der Zukunft“ hat dichtgemacht –
oder, um es mit den Worten des Wirtschaftsministers zu sagen: Sie ist nicht insolvent; sie hat halt nur einfach aufgehört, zu produzieren.
Wie so oft ist der grüne Irrsinn in der Realität nicht umsetzbar.
Wo sonst die Bürger in unserem Land zu leiden haben, sind es in diesem
Fall eben die Mitarbeiter Ihres Hauses. Selbstgewähltes Leid! Wie so oft schreiben die Grünen den Bürgern in Deutschland vor, was sie
zu tun und zu lassen haben. Während die Grünen immer wieder auf
das Recht der Selbstbestimmung pochen und juristische Männer auf
Frauenplätzen in den Bundestag einziehen, ist es bei der Wahl der
Ernährung strengstens untersagt, selbst zu denken.
Wo kämen wir denn auch hin, wenn Kinder mehr als ein Ei in der Schule
essen wollen? Nein, da muss man schon konkrete Pläne vorgeben, damit aus dem Kind mal was Richtiges werden kann.
Während es zu DDR-Zeiten noch die Mangelwirtschaft war, welche
entschieden hat, was auf den Tisch kommt, so ist es heute die sogenannte
Fortschrittskoalition, die unseren Kindern das Essen in den Kindergärten und Schulen diktiert.
Kümmern Sie sich doch lieber um die wirklichen Aufgaben in unserer Heimat, zum Beispiel um die von uns schon lange
geforderte Aussetzung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel
aufgrund der explodierten Inflation sowie die Wiedereinführung der
Umsatzsteuer in der Gastronomie von 7 Prozent. Das wären Ziele,
für die es sich zu kämpfen lohnt.
Wir als AfD lehnen dieses betreute Denken strikt ab und
setzen weiterhin auf die freie Entscheidungshoheit unserer mündigen
Bürger hier bei uns in unserem schönen Heimatland. Vielen Dank.
Das Wort hat der Kollege Ingo Bodtke für die FDP-Fraktion.
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