Rede im Bundestag
Entlastung der deutschen Landwirtschaft
22. Februar 2024 · 14:10 Uhr · 154. Sitzung · TOP ZP 5, ZP 6 · 00:04:21
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Was gesagt wurde
Wortlaut aus der Untertiteldatei des Deutschen Bundestages. Automatisch erstellt – kleinere Abweichungen vom gesprochenen Wort sind möglich. Verbindlich ist das Plenarprotokoll.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren!
In Frankreich brennen Berge von Reifen auf Autobahnen. In Polen und
Bulgarien protestieren die Bauern gegen die Billigimporte
aus der Ukraine. In Griechenland kippen die Landwirte ihr Obst und Gemüse vor die
Parlamente, und im Herzen der Finsternis, in Brüssel, demonstrieren die Bauern aus ganz Europa gegen diese
desaströse Agrarpolitik.
Meine Damen und Herren, so intensiv wie in den letzten acht Wochen wurde
Demokratie in Europa schon lange nicht mehr gelebt.
Die Bauern haben erste Erfolge vorzuweisen.
Zum wiederholten Male nach 2023 hat das Europäische
Parlament die 4-Prozent-Regelung auch für 2024 ausgesetzt zum Leidwesen der deutschen Regierung und vor allem der Grünen.
Bis zuletzt hat Berlin versucht, den erneuten Verzicht zu verhindern
Gott sei Dank ohne Erfolg. An dieser Stelle auch noch einmal von mir herzlichen Dank an die Bauern da
draußen, die immer noch regional trotz etwaigen Arbeitsspitzen
zusammen mit dem Mittelstand und dem Handwerk und auch ganz normalen
Bürgern auf die Straße gehen, um gegen diese von der Ampel geführte
deutsche Regierung aufzustehen und für eine bessere
Zukunft zu kämpfen. Nun gilt es, diesen Protest fortzuführen und auf
dem Erreichten aufzubauen. Auch wenn Minister Özdemir die deutschen Bauern gerne mit einer
Tierwohlabgabe ködern möchte, so haben unsere Landwirte dieses
Trojanische Pferd längst erkannt und lassen sich auf solche Spiele
mittlerweile schon gar nicht erst ein. Wie sieht momentan unser einst geliebtes Deutschland aus?
In Miesbach in Bayern soll ein Unternehmer 6 000 Euro Strafe zahlen, weil er ein Plakat gegen die grüne
Bundesregierung an seinem Gartenzaun aufgehängt hat,
frei nach dem Motto: „Wird der Bauer unbequem, ist
er plötzlich rechtsextrem.“ Auch bei den Bauernprotesten hat es nicht lange gedauert, bis man
versucht hat, auch diese in die rechte Schmuddelecke zu stellen.
Aber auch hier hat man zum Glück versagt. Die Bauern lassen sich ihre Meinung jedoch nicht verbieten.
Unter den aktuellen bürokratischen Bedingungen wird aus
dem Landwirt ein Antragswirt. Durch die bereits überschäumende Bürokratie Düngeverordnung,
Rote Gebiete etc. verbringt der deutsche Landwirt inzwischen mehr
Zeit im Büro als im Stall oder auf dem Feld.
Die GLÖZ-1- bis GLÖZ-8-Regeln haben diese Bürokratie
und Überwachung der Behörden nochmals exponentiell ansteigen lassen.
Denn mittlerweile werden die Landwirte nicht nur durch amtliche
Kontrolleure mit Vor-Ort-Kontrollen überwacht, sondern sie
werden fast jede Woche durch Satellitenüberwachung durch den Staat kontrolliert, indem
ein Satellit alle drei Tage Fotos von den Feldern der Landwirte an die
Kontrollbehörde sendet und bei Auffälligkeiten die zuständigen
Behörden informiert. Die Grünen verbieten mit ihren verqueren ideologiegetriebenen
Ökoregeln die Produktion von hochwertigen Nahrungs- und
Futtermitteln auf Gunststandorten in Deutschland,
und das muss und soll sich gefälligst ändern. Denn während bis zu 700 Euro je Hektar an Landwirte vom Staat gezahlt
werden, um seine Flächen stillzulegen, verhungern in anderen
Gebieten der Erde Menschen. Allein in Europa könnte man, wenn diese Regelung der
Stilllegungspflicht ausgesetzt würde, 25,7 Millionen
Tonnen Getreide mehr exportieren als bisher. Und diese 25,7 Millionen Tonnen entsprechen dem Jahresimportbedarf
von Ägypten, Marokko, Tunesien, Algerien und Äthiopien zusammen.
Als AfD ist es daher unser erklärtes Ziel, diese
4-Prozent-Regelung nicht nur weiter zu befristen, sondern generell zu beenden.
Denn nur so kann sowohl für unsere Bauern vor Ort als auch
für die zahlreichen Abnehmer von deutschen
Agrarprodukten im Ausland dauerhaft eine Planungssicherheit
garantiert werden. Wir als AfD stehen für die deutsche Landwirtschaft, den Mittelstand und
die arbeitende Bevölkerung in diesem Land.
Deswegen möchte ich mit einem Satz schließen: Wird die
Ampel endlich abgestellt, der Bauer seinen
Acker wieder selbst bestellt. Vielen Dank. Einen schönen Tag!
Susanne Mittag für die SPD-Fraktion ist die nächste Rednerin.
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