Rede im Bundestag
Bezahlbarer Strom
20. Oktober 2023 · 15:16 Uhr · 132. Sitzung · TOP 40 · 00:04:05
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Was gesagt wurde
Wortlaut aus der Untertiteldatei des Deutschen Bundestages. Automatisch erstellt – kleinere Abweichungen vom gesprochenen Wort sind möglich. Verbindlich ist das Plenarprotokoll.
Frau Vorsitzende! Meine Damen und Herren!
Aktuell blicken wir auf folgende Lage: Wir haben in Deutschland nicht
nur mit die h�chsten Spritkosten der Welt, sondern auch die h�chsten
Stromkosten der Welt. Stand Juni 2023 kostete die Kilowattstunde in Deutschland
durchschnittlich 34 Cent. Allein im letzten Jahr wurde rund 235
000 Haushalten der Strom gesperrt. Das sind Hunderttausende M�nner, Frauen, Senioren und Kinder,
denen man den Strom abgeschaltet hat, weil die sich diesen
nicht mehr leisten konnten. Dies war nebenbei ein neuer Rekord im besten Deutschland aller Zeiten,
ein Deutschland, das Fremden nicht nur die Miete, sondern auch die
Heizung zahlt, w�hrend unsere eigenen B�rger diese im Winter
teilweise aus Kostengr�nden abschalten m�ssen.
Und in dieser Situation kommen Sie mit einem Industriestrompreis um die
Ecke. Statt an einen g�nstigen B�rgerstrompreis f�r alle denkt Die
Linke also erst einmal an das Gro�kapital.
Oder anders ausgedr�ckt: W�hrend Oma Erna, der B�cker und
der Fleischer um die Ecke teuren Strom zahlen, soll die Gro�industrie
billigeren, durch Steuergeld subventionierten Strom erhalten.
Aber es gibt Alternativen. Das zeigen in diesem Bereich sehr
eindrucksvoll die Kollegen aus Finnland. Erst am Montag dieser Woche hatten wir eine Wirtschaftsdelegation hier
in Berlin zu Besuch. Dabei erfuhren wir, dass nur wenige Stunden nach dem rein
ideologisch bedingten Abschalten unserer drei letzten Reaktoren in
Finnland der gr��te Druckwasserreaktor Europas mit 1 600
Megawattstunden ans Netz gegangen ist.
Dieser wird Finnland in den n�chsten 60 Jahren mit g�nstiger gr�ner
Kernenergie versorgen. Interessant an dieser Stelle ist auch, dass mehr als 90 Prozent der
anfallenden Restbrennstoffe verwertet werden k�nnen.
Und das Beste: Aktuell kostet die Kilowattstunde dort knapp 7 Cent,
w�hrend bei uns aktuell das F�nffache bezahlt wird.
Es ist ein Armutszeugnis der Bundesregierung, dass wir als die
viertgr��te Volkswirtschaft der Welt allein im August 16 Prozent
unseres Strombedarfs aus dem Ausland decken mussten, w�hrend unsere
eigenen Kernkraftwerke aus rein ideologischen Gr�nden
abgeschaltet wurden. Das ist an Doppelmoral nicht mehr zu �berbieten. Denn w�hrend sich die
links-gr�nen Klimaterroristen auf die Stra�e kleben und weltbekannte
Denkm�ler wie das Brandenburger Tor oder die Weltzeituhr am
Alexanderplatz beschmieren, werden der Steuerzahler und die
Unternehmer in diesem Land wie eine Zitrone ausgequetscht.
Um unsere B�rger zu entlasten, w�rden wir als AfD sofort die
Stromsteuer auf ein Minimum reduzieren und grundlastf�hige
Energietr�ger, sprich: Kernreaktoren, in diesem Land neu
bauen oder wieder ans Netz bringen. Weiterhin muss endlich der Sprit in unserem Land wieder billiger werden,
damit nicht nur Unternehmen wieder konkurrenzf�hig werden,
sondern auch die B�rger in unserem Land wieder sp�rbar mehr Geld in der
Tasche haben als jetzt. Unser b�rokratiearmer und leicht
umzusetzender Weg w�re die Streichung der CO2-Steuer und eine
Verringerung der Energiesteuer auf Kraftstoffe.
Verehrte B�rger, Polen macht es uns vor.
Dort kostet der Liter Super aktuell 1,32 Euro, w�hrend wir in
Deutschland dank unserer links-gr�nen Freunde wieder auf die
2-Euro-Marke zusteuern. Daraus lernen wir, dass g�nstige Energieversorgung nur mit
grundlastf�higen Energietr�gern funktioniert.
H�tten Sie den von uns schon mehrfach vorgelegten Antr�gen
zugestimmt, k�nnten Unternehmen in diesem Land mit g�nstiger Energie
produzieren, und die B�rger w�ren schon lange sp�rbar entlastet.
Deswegen: Setzen Sie sich endlich f�r eine starke Wirtschafts- und
Energiepolitik mit Sinn und Verstand ein, statt auf Klimakleber und
sonstige �koterroristen zu h�ren! Gestatten Sie mir
zum Ende meiner Rede noch eine pers�nliche Anmerkung zu diesem
Tagesordnungspunkt und zu diesem Antrag:
Es war mir pers�nlich ein besonderes Vergn�gen, zum wahrscheinlich
letzten Antrag der Fraktion Die Linke in diesem Parlament
sprechen zu d�rfen. Vielen Dank.
F�r die FDP-Fraktion hat der Kollege Reinhard Houben das Wort.
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