Rede im Bundestag
Aktuelle Stunde: Maßnahmen gegen die hohen Lebensmittelpreise
31. März 2023 · 15:43 Uhr · 95. Sitzung · TOP ZP 6 · 00:05:35
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Was gesagt wurde
Wortlaut aus der Untertiteldatei des Deutschen Bundestages. Automatisch erstellt – kleinere Abweichungen vom gesprochenen Wort sind möglich. Verbindlich ist das Plenarprotokoll.
Frau Pr�sidentin! Meine Damen und Herren! Diese Aktuelle Stunde ist schon l�ngst �berf�llig;
denn die Lebensmittelpreise haben mittlerweile ein Niveau erreicht,
welches f�r viele Haushalte in unserem Land nicht mehr bezahlbar ist. Die offizielle Inflationsrate betr�gt derzeit 7,4 Prozent.
Bereits das zeigt, wie schwer das Leben vieler Menschen geworden ist.
Im Bereich der Grundversorgung mit Lebensmitteln sprechen wir jedoch von
einer Teuerungsrate von 21,8 Prozent; das wurde ja mittlerweile mehrfach erw�hnt. Wir erleben Ausw�chse bei den Preisen f�r Gurken von 3,29 Euro und
einen Blumenkohlpreis von 5,99 Euro pro Kopf.
Aber wie wirken sich denn solche Preise ganz konkret
auf unsere B�rger aus? W�hrend immer mehr Kinder morgens das Haus ohne ein Fr�hst�ck
verlassen m�ssen, verzichtet Oma Erna lieber auf ein warmes
Mittagessen, weil sie sich diese Preise einfach nicht mehr leisten kann, und f�r die Beantragung von B�rgergeld ist diese Generation
oftmals zu stolz. F�r die arbeitende Bev�lkerung klingen die aktuellen
Tarifabschl�sse sehr gut; aber gegen eine solche Inflation
verpuffen sie dann doch schneller, als allen
lieb ist. Der einzig Lachende ist am Ende wieder mal der deutsche
Finanzminister mit seinen steigenden Steuereinnahmen. Dank kalter
Progression bleibt kaum etwas von diesen Tarifabschl�ssen �brig.
Und als ob dies nicht schon genug w�re, hat diese
Anti-Deutschland-Koalition jetzt auch noch beschlossen, einen CO2-Aufschlag
von 200 Euro pro Tonne auf die Lkw-Maut ab 2024 draufzuhauen.
Letztlich werden auch diese Mehrbelastungen beim Endverbraucher,
sprich: bei uns allen, ankommen, sich niederschlagen und
auch da wieder die Preise erh�hen.
Fakt ist: Diese Lebensmittelkrise ist hausgemacht:
Versagen nicht nur auf nationaler, sondern auch auf europ�ischer Ebene.
Ohne Not hat die EU beschlossen, sich vom wichtigsten Rohstoff- und
Energielieferanten zu verabschieden. Sie hat einen Krieg im Osten des Kontinents zu ihrem eigenen gemacht,
indem sie mittlerweile eine aktive Kriegspartei geworden ist.
Das ist nicht nur meine Meinung, sondern das ist auch die Meinung des
Wissenschaftlichen Dienstes. Falls Sie die Ausarbeitung nicht
kennen, kann ich sie Ihnen gerne zur Verf�gung stellen.
Durch den Wechsel von g�nstigem osteurop�ischen Gas hin zu s�ndhaft
teurem amerikanischen LNG haben diese Politiker die Menschen eines ganzen
Kontinents in die Verarmung getrieben.
Die aktuell extrem hohen Lebensmittelpreise sind doch eine
direkte Folge massiv gestiegener Energiepreise,
und dabei ist es vollkommen egal, ob die Tomaten aus Holland,
Spanien oder Deutschland kommen; denn die Energieerzeugungskosten
steigen �berall in Europa. Ganz ruhig, Frau K�nast. In Ihrem Alter ist das nicht gut
f�rs Herz. Aber auch das geh�rt zur Wahrheit dazu:
Diese Regierung hatte es in der Hand, die Menschen hier vor Ort zu
unterst�tzen; denn mit m�glichen Steuersenkungen h�tte man die
Menschen hier in Deutschland durchaus entlasten k�nnen.
Wir als AfD hatten doch bereits Anfang letzten Jahres einen
entsprechenden Antrag gestellt. Ziel war es, die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel tempor�r auf
null zu senken. Das h�tte die Menschen hier bei uns vor Ort schnell
und effektiv entlastet. Genau diesen Vorschlag hat jetzt die portugiesische Regierung f�r 60
Lebensmittel f�r sechs Monate beschlossen.
Ein paar Monate nach unserem Vorschlag kam der Bundeslandwirtschaftsminister dann auch auf die gleiche Idee,
nur um ein paar Tage sp�ter mitzuteilen, es lasse sich leider
nicht durchf�hren, weil die FDP eine solche Steuersenkung nicht mitmachen w�rde.
Herr Bundeskanzler, dieser Haufen einer Regierung ist
mehr mit sich selbst besch�ftigt als mit dem Wohle seines eigenen Volkes.
Hier h�tte es schon lange eines Machtwortes von Ihnen bedurft;
aber wie so oft kam leider von Herrn Scholz nichts. Meine sehr geehrten
Damen und Herren, wenn ich ein b�sartiger Mensch w�re vielleicht
muss man das bei der Politik der Gr�nen auch sein, dann w�rde ich
Ihnen glatt unterstellen, dass Sie eine solche Verteuerung bei
den Lebensmitteln haben wollten. Nur durch Ihre politisch gewollte
Verknappung auf dem Energiemarkt ist doch Ihre gr�ne Verbotspolitik
�berhaupt umsetzbar. Beispiele: ein faktisches Verbot von neuen �l- und Gasheizungen ab 2024,
Verbot von neuen Verbrennungsmotoren ab 2035.
Und ab wann kommt das Verbot vom Sonntagsbraten, wenn dieser nicht aus
Madenfleisch besteht? Zuf�llig kommt doch von Ihnen schon der Hinweis: Ey, der Verzehr von
Insekten ist nicht nur klimafreundlicher; er ist nat�rlich
auch kosteng�nstiger. Denn das Ungeziefer, das wir essen sollen, ist ja der neue Lebensmittelfetisch
der �kosozialisten zur Rettung des Weltklimas.
Liebe Kollegen, lassen Sie es mich noch mal kurz auf den Punkt bringen:
Diese hohen Lebensmittelpreise haben zwei Ursachen:
zum einen das Versagen der sogenannten demokratischen Parteien
auf europ�ischer Ebene und zum anderen das Versagen der sogenannten
Fortschrittskoalition hier in Deutschland.
Man kann hier nur dem Bundeskanzler zurufen: Beenden Sie endlich diese
ewigen Streitereien in dieser Regierung! Tun Sie etwas f�r die
Menschen in unserem Land! Sorgen Sie daf�r, dass diese
Verarmung der deutschen Bev�lkerung endet und der Wohlstand unseres
Volkes endlich wieder gemehrt wird! Nebenbei bemerkt haben Sie und die gesamte Bundesregierung darauf
einen Amtseid geleistet. Leider scheint in dieser Regierung jeder diesen Amtseid
vergessen zu haben, einschlie�lich unseres Kanzlers. Der kann sich genauso wenig an seinen
Cum-ex-Skandal erinnern, wie er sich an seinen Amtseid erinnern kann. Vielen Dank.
F�r die FDP-Fraktion hat nun der Kollege Ingo Bodtke das Wort.
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