Rede im Bundestag
Aktuelle Stunde: Wettbewerb an der Tankstelle
18. März 2026 · 18:37 Uhr · 64. Sitzung · TOP ZP 1 · 00:05:13
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Was gesagt wurde
Wortlaut aus der Untertiteldatei des Deutschen Bundestages. Automatisch erstellt – kleinere Abweichungen vom gesprochenen Wort sind möglich. Verbindlich ist das Plenarprotokoll.
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Diese Aktuelle Stunde ist mal wieder eine klassische Nebelkerze der
Koalition, um von den Tatsachen abzulenken; das haben wir ja gerade
in Reinkultur gehört. Stellen Sie sich doch zu Hause mal
eine ganz einfache Frage: Wer ist denn der größte Profiteur der
aktuellen Preise? Ganz genau: der bekannte
Antifa-Freund und Finanzminister Klingbeil.
Aktuell beträgt die Energiesteuer rund 65 Cent je Liter Benzin, 47 Cent
je Liter Diesel, die ideologisch bedingte CO2-Steuer mit rund 19 Cent
kommt obendrauf. Und auf all diese Steuern kommt noch
mal die Mehrwertsteuer. Bei Preisen von 2 Euro sind
mittlerweile rund 1,16 Euro für den Staat.
Und die 2 Euro haben wir schon lange überschritten.
Das muss man sich mal vorstellen: Rund 60 Prozent der Kosten an der
Tankstelle fließen direkt auf die Konten des Finanzministeriums.
Da sitzen doch die Mitarbeiter in ihren Büros und freuen sich wie
Dagobert Duck über die sprudelnden Mehreinnahmen, aktuell jeden Monat
200 Millionen Euro mehr allein durch die gestiegenen Preise!
Aber es ist ja nicht so, dass es dazu keine Alternativen gäbe.
Ich komme aus der schönen Pfalz. Dort fährt man mittlerweile einfach
über die Grenze nach Frankreich. Und siehe da: Super unter 1,80 Euro.
Die Trierer Freunde fahren nach Luxemburg: Super rund 1,60 Euro.
Und in Ungarn gibt es den Liter für rund 1,50 Euro.
Der Treppenwitz der Geschichte ist aber die Situation in Polen.
Die Raffinerie in Schwedt produziert Sprit, liefert ihn über die Grenze
ins Nachbarland, und die Deutschen fahren zum Tanken hinterher.
Das ist aber auch nachvollziehbar. Rund 40 Prozent billiger kann man da
seinen Tank vollmachen. brigens: Seit Jahren heißt es ja,
Grenzschutz gegen Illegale ist nicht möglich.
Aber ganz genau kontrollieren, ob jemand vielleicht einen Kanister
Sprit zu viel im Kofferraum hat, das geht.
Dem Staat könnten ja 2 oder 3 Euro Steuern entgehen.
Und wer ist schuld an der ganzen Misere? Die Politik versucht mal wieder, den Schwarzen Peter
den Ölkonzernen zuzuschieben. Erlauben Sie eine Zwischenfrage aus der SPD-Fraktion?
Nein, danke. Dann setzen Sie gerne fort.
Und ja, da steckt sich bei den Mineralölkonzernen der eine oder
andere auch einen Extra-Euro in die Tasche.
Die Hauptschuldigen für die Preise sitzen aber auf der Regierungsbank
und mir hier direkt gegenüber in den Reihen der Grünen.
Wer hat die Energiekosten in Deutschland in unermessliche Höhen getrieben? Es waren Sie alle hier im Parlament,
mit Ausnahme der AfD-Fraktion. CO2-Steuer, Emissionshandel,
Energiesteuer, all das haben doch Sie zu verantworten.
Ihre maßlose Steuer- und Abgabenlast belastet jeden einzelnen Bürger hier
im Land und treibt die Industrie ins Ausland.
Aus der Kugel Eis für die sogenannte Energiewende ist schon lange für
jeden Bürger ein ganzer Eiswagen geworden, den er
hier zu finanzieren hat. Aber die Krönung ist ein
Umweltminister, der frei nach Marie Antoinette sagt: Wenn ihr euch keinen
Verbrenner leisten könnt, so schafft euch doch ein Elektroauto an.
Aber die Geschichte hat gezeigt, wohin so was führt.
ber die Anschaffungskosten sagen Sie kein Wort, zu den horrenden
Strompreisen auch nichts. Im Gegensatz zu Ihnen sind wir von
der AfD auf den Dörfern und im ländlichen Raum unterwegs, dort, wo
die Grünen vermutlich schon lange nicht mehr waren, dort, wo die
Menschen auf ihr Auto angewiesen sind, um zur Arbeit zu kommen, wo das
Auto gebraucht wird, um zum Supermarkt zu fahren oder um die
Kinder zum Sport oder zu Freunden zu bringen. Ich sage Ihnen eins: Dort steigt immer mehr die Wut, und das zu Recht.
Die Menschen sind nicht dumm. Sie schauen nach Frankreich, nach
Polen, Österreich und Ungarn. berall um uns herum sind die Preise
deutlich günstiger als bei uns, und die Menschen wissen ganz genau, wer
daran schuld ist: nicht in erster Linie die Konzerne, sondern Sie mit
einer verantwortungslosen Energiepolitik, die den Menschen das
Geld mit klebrigen Fingern, mit Steuern und Abgaben
aus der Tasche zieht. Aber die meisten Bürger haben genug
von Ihren Phrasen. Die Menschen wollen keine Ausreden
mehr hören. Sie wollen keine Arbeitskreise, keine
Prüfaufträge und keine neuen Abgaben. Sie wollen endlich echte
Entlastungen – spürbar, sofort und ehrlich.
Denn es ist doch ganz einfach: Wenn der Staat weniger kassiert, bleibt
den Bürgern mehr im Geldbeutel. So einfach kann das funktionieren.
Aber genau davor schrecken Sie zurück, weil Sie sich längst daran
gewöhnt haben, immer tiefer in die Taschen der Menschen zu greifen.
Und genau deshalb braucht dieses Land einen politischen Wechsel, einen
Wechsel hin zur Vernunft, hin zu bezahlbarer Energie und hin zu einer
Politik, die wieder für die eigenen Bürger gemacht wird
und nicht gegen sie. Aber zum Glück haben die Menschen
eine Wahl. Bereits diesen Sonntag werden Sie Ihr
nächstes blaues Wunder erleben. Am Sonntag wird
in Rheinland-Pfalz gewählt. Rheinland-Pfalz wird blau.
Das ist gut für dieses Land und die Menschen vor Ort.
Sie hatten Jahrzehnte Zeit und haben es nicht geregelt bekommen.
Jetzt werden wir das für Sie regeln.
Vielen Dank. – Für die nächste Rede erteile ich das Wort der
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